Übers Glück

Nachdem ich mir gerade den Film ‚Expedition Happiness‘ angeschaut habe, kamen bei mir selber die großartigen Erinnerungen an meine vielen Reisen hoch. Die eindrucksvollen Landschaften und die langjährigen Freundschaften, Sonnenaufgänge in den Blue Ridge Mountains und Sonnenuntergänge auf Koh Lanta.

In der Reisedokumentation von Selima Taipi und Felix Stark geht es um die Suche nach dem Glück, dass daheim im Alltag so flüchtig zu sein scheint. Nach tausenden von Kilometern durch die USA, Kanada und Mexiko finden die beiden ihre Antwort im Miteinander und im Ankommen.

Wenn ich da so an meine Reisen zurück denke, dann bin ich auch oft auf der Suche nach etwas gewesen.

Schon mit 15 Jahren, als ich für ein halbes Jahr nach Neuseeland zog, wollte ich aus München raus und mehr Abenteuer im Leben haben. Nach dem Abi gings dann direkt nach Laos und Thailand zum Klettern, 6 Monate später landete ich in Boulder in den USA um einen sechswöchigen Roadtrip zu erleben und so zieht sich mein Fernweh durch mein Leben.

 

Auf dieser Suche die Welt zu entdecken, gibts es besonders in den glücklichen Momenten viele Gemeinsamkeiten.

In diesen ständigen Berg- und Talfahrten der Gefühle, sind es vor allem die neu geschlossenen Freundschaften, die dir Kraft und Glück geben. Lagerfeuerabende, Strandspaziergänge, Berggipfelmomente und das Feierabendbier sind gemeinsam einfach schöner und meiner Meinung ist das Glück tatsächlich etwas, dass wächst wenn man es teilt.

Besonders wenn die Freundschaften bestehen bleiben und man noch Jahre später auf diesen einen Abend im Funky Fish Hostel mit Kokosnusscocktails zurückkommt.

Und wenn es dann wieder in den Flieger Richtung Heimat geht, sind es die Menschen, die einen auf dem weiteren Lebensweg begleiten.

Und dann dieses Heimkommen. In ‚Expedition Happiness‘ zwingt die Krankheit ihres Hundes Rudi das Pärchen zu Heimreise, da er die Strapazen der ständigen Bewegung und der Unruhe nicht aushält. Nach anfänglicher Traurigkeit, dass die lange Reise nun in Cancún zu einem Ende kommt, merken Seli und Felix schnell, dass auch sie sich nach einem Ankerpunkt im Leben sehnen. Also einen Ort Zuhause zu nennen, der einem Geborgenheit und Ruhe schenkt.

Ich kann mich sehr gut mit den beiden identifizieren, ich fand die Zeiten in den man viele Kilometer macht und viel sieht immer sehr spannend, aber auch extrem aufreibend. Wenn ich dann zu einem Ort gelangt bin, an dem ich mich auf der Stelle wohlgefühlt habe, bin ich gerne länger geblieben um die Eindrücke der Kultur, der Leute und des Landes intensiver aufzunehmen. Im Ankommen kann man die gesammelten Einrücke verarbeiten und Kraft sammeln um wieder weiterzugehen.

Ich habe für mich momentan noch nicht den Ort gefunden, an dem ich für die nächsten Jahre bleiben will und so begebe ich mich in den nächsten sechs Monate wieder einmal auf ein neues Abenteuer mit Ziel im Herbst einen Ort zu finden, an dem ich meine Ausbildung oder ein Studium anfange, den ich Zuhause nennen kann.

Doch zunächst fliege ich nach Australien und Neuseeland um meine liebsten Menschen wieder zu sehen. Meinen besten Freund Alex in Avoca Beach und meine Gastfamilie Ray, Jo, Ethan und Finn in Mangawhai Beach. Danach habe ich einen Sommerjob in Innsbruck angenommen und ich bin unglaublich gespannt in der Stadt zu Leben, die es wie keine andere schafft Stadtleben mit einer Bergkultur zu verbinden.

Ich denke, wir müssen unser Leben als Reise sehen und unser Glück in dem Weg, den wir beschreiten, finden. Die Erfahrungen und Erlebnisse formen uns und zeigen uns Stück für Stück welche Richtung wir einschlagen müssen um das Glück zu finden.

 

 

Das Glück eines Sommertags, einer Powderabfahrt, im Glück eines guten Zuhörers, eines inspirierenden Buchs und im Glück der Freundschaft.

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Für alle die ‚Expedition Happiness‘ noch nicht gesehen, lege ich euch ans Herz, dass so schnell wie möglich nachzuholen!

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