Paddling Australia

Nachdem ich die erste Woche meines Australientrips beim Surfen lernen in Avoca oder beim Wandern im Bouddi Nationalpark verbracht habe, gings am Osterwochenende dann in den zweieinhalb Stunden entfernten Nationalpark Barrington Tops zum Kajakfahren.

Barrington Tops liegt nord-westlich von Sydney auf bis zu 1500 Metern überm Meeresspiegel. Der Nationalpark bietet Outdoorsportlern alle Möglichkeiten, über Wandern, Mountainbiken und Kajakfahren. Gemeinsam mit den Gründern von Paddledogs Australia, Alex, Rob und Courtney, wurde am Freitag der Hänger mit Booten voll gepackt und wir sind zu einem der vielen Campingspots gefahren. Einsame Schotterstraßen führen durch den Park, während die Sonne farbenprächtig untergeht und die Kängurus über die Wiesen hüpfen. Ja, so idyllisch ist Australien wirklich 😉

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Sonnenuntergang und Vollmond über Barrington Tops

Für die australischen Kajakfahrer gestalten sich Paddeltrips um einiges schwieriger als bei uns in Europa. Da werden schon mal 400 Kilometer zurückgelegt um einen Bach zu fahren und gerade in den abgelegeneren Gegenden gibts nur Schotterpisten, der Schuttle dauert oft wieder einige Stunden und auch bei Unfällen oder Wetterumschwüngen ist man von der Zivilistion weit entfernt. Um die australischen Paddler mehr zu vernetzen und zu fördern, haben sich Anfang des Jahres die Paddledogs Australia gegründet. Auf ihrem Blog www.paddledogsau.com.au schreiben sie über ihre Trips, berichten über Wettkämpfe und produzieren sogar ihre erste nachhaltige Klamottenlinie. Am Einstieg des Barringtons haben wir auch sofort positive Rückmeldungen gehört, dass der Blog tatsächlich informiert, auf dem neuesten Stand hält und die Paddler aus den unterschiedlichsten Gegenden zusammenbringt. 

Jetzt aber wieder zurück an den Bach. Nachdem wir am nächsten Morgen, von unserer Campsite, eine Stunde bis zum Einstieg gefahren sind, haben wir gleich viele andere Bootfahrer getroffen – Familien mit Kleinkinder, über ältere Ehepaare und ganz viele junge Leute.

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Kookaburra auf Rob’s Prijon Abfahrtsboot

Der Barrington hatte an dem Tag einen Wasserstand von 60 cm, zwei Wochen war er noch bei 2m (hier findet ihr das Video zu einem Trainingsrun der Paddle Dogs), und war gut fahrbar, wenn auch in einigen Passagen etwas steinig. Im Wildwasser-Kajakfahren gibts es die Schwierigkeiten 1 bis 6, als ruhig bis unfahrbar. Die schwierigsten Stellen bei uns werden mit 3 bewertet, also im Grunde ein toller Bach für Anfänger und Familien. Aber auch für uns war es ein wahnsinnig schönes Erlebnis, da sich der Barrington durch den australischen Busch schlängelt, im „Canyon“ kann man auf flachen Felsen Brotzeit machen, an ruhigeren Stellen Gumpenspringen oder in den Wellen spielen. Wie auch bei unserem Ausstiegspunkt, erlauben einige Farmer, auf ihrem Gelände direkt am Wasser zu campen und den Tag dort ausklingen zu lassen.

Nachdem wir am Sonntag noch einen weiteren Abschnitt gefahren sind, der zwar kürzer ist, aber mehr Stellen zum Spielen und Üben bietet, gings dann auch schon wieder heim und wir haben den Rest des Osterwochenendes damit verbracht, die Sonne am Meer zu genießen und dem Team des Avoca Surf Life Saving Clubs bei einem internen SurfSki Rennen zu zuschauen. 

Ich habs sehr genoßen einen Teil Australiens vom Kajak kennenzulernen, da ich auch viele Seiten von Europa nur so kenne und ich den Lebensstil rund ums Paddeln einfach liebe. Egal ob ihr erfahrene Kajakfahrer seid oder mal einen Tagestrip machen wollt, kann ich euch das nur empfehlen. Bucht einen Trip über einen Outdoorveranstalter oder wendet euch an die Paddle Dogs und habt eine tolle Zeit!

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